Über Kiedrich

Über Kiedrich

Kiedrich liegt im Rheingau am Südhang des Taunus, etwa zwei Kilometer nördlich der Stadt Eltville am Rhein und drei Kilometer vom Rheinufer entfernt.

Im Gemeindegebiet wurden sehr ergiebige Trinkwasserbrunnen erschlossen, sodass Kiedrich die einzige Rheingaukommune ist, die sich selbst mit Trinkwasser in jederzeit ausreichender Menge versorgen kann und sogar noch die Nachbarstadt Eltville beliefert.

 

Kiedrich bietet die Voraussetzungen zum Ausbau hochwertiger Weine. Die Weinlagen Gräfenberg, Wasseros, Klosterberg, Sandgrub und Turmberg sowie die Großlage Heiligenstock gelten als Spitzenlagen des Rheingaus. Die Weinbautradition der Kiedricher Winzer geht bis auf das Jahr 1480 zurück, wo schon damals, im heutigen Winzerhaus, unter dem Namen „Adelsgut Langenhof“ Weinbau betrieben wurde.

 

Wer im historischen Rathaus in Kiedrich heiratet, erhält zur Heiratsurkunde auch eine Besitzurkunde über einen Weinstock in dem 1976 angelegten und inzwischen erweiterten Weinberg der Ehe in der Einzellage Kiedricher Wasseros, neben der Burgruine Scharfenstein gelegen. Rund 2.000 Paare haben mittlerweile davon Gebrauch gemacht. Alle zwei Jahre werden die Ehepaare zum Kiedricher Rieslingfest nach Kiedrich eingeladen. Man trinkt dann Wein vom Weinberg der Ehe. Der Wein mit einem eigenen Flaschenetikett wird von der Gemeinde verwaltet.

Die örtliche Winzergenossenschaft besteht seit 1893 und ist somit die älteste Genossenschaft im Rheingau.


Geschichte

Von der frühen Besiedlung der Gegend um Kiedrich zeugt unter anderem der Ringwall Dreibornskopf.

Kiedrich wurde in einer Urkunde des Erzbistums Mainz erstmals erwähnt. Die Urkunde ist nicht datiert, sie stammt aber aus der Zeit des Erzbischofs Friedrich (937 bis 954). Um 1160 wurde mit dem Bau der Burg Scharfenstein begonnen. Bereits 1131 wurde der Weinbau in Kiedrich erstmals erwähnt. Die Burg Neuhaus wird unter den Besitzungen des Mainzer Domkapitels in einer Urkunde vom 25. Dezember 1274 als eine neu erbaute Burg in der Nähe der Burg Scharfenstein genannt.

Zur Zeit des Herzogtums Nassau gehörte Kiedrich zum Amt Eltville. Nach der Annexion des Herzogtums durch Preußen wurde der Ort 1867 dem Rheingaukreis im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.

 

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Kiedrich trotz ursprünglich anderer Planungen als eine von wenigen Gemeinden nicht verändert und konnte seine Eigenständigkeit bewahren.


Quelle: Wikipedia